
Bildquelle: spiegel.de
Eine Golf-Fahrerin in Sigmaringen sah im wahrsten Sinne des Wortes das Übel nicht auf sie zukommen. Von rechts kam ein alter Reifen eine Böschung runtergerollt und prallte in die rechte Seite ihres Autos. Glück im Unglück.
Die Polizei stellte anhand von Schneespuren fest, dass der Reifen anscheinend von einer Gruppe Kinder mit einem Hund auf den Weg Richtung Straße gebracht wurde.
Als wäre das nicht schlimm genug! Meiner Erfahrung nach finden Kinder die Straße als Spielplatz nämlich super!
Bei mir war es bisher allerdings kein Reifen, sondern vorzugsweise Spielzeugautos, Bälle oder ganze Kinder!
Beispiel 1: Ich war mit meinem Freund unterwegs von ihm zu mir und wir fuhren durch das hübsche Städtchen Rheinbach. Auf der Hauptverkehrsstraße an der JVA entlang spielten zwei Jungs auf dem Gehweg. Da ich einen Riecher für Gefahr habe, blieb ich etwa bei 35 km/h. Einer der Jungs hatte ein Spielzeugauto in der Hand und klebte mit seinen Blicken an meinem Auto. Irgendwo rechnete ich damit. Und schwupps – war es passiert. Das Spielzeugauto lag auf der Fahrbahn, ich bremste kurz davor. Mein Freund hing mir zwar fast im Heck, aber egal… Sind ja Kinder… Von wegen! Ich stieg aus und fragte den Jungen, ob er das jetzt grad witzig fände… Auf einer Hauptverkehrsstraße Autos abpassen und ihnen Plastikautos unter die Reifen werfen. Supi Zeitvertreib! Der Kumpel des Jungen antwortete bloß, als er sah, dass ich ausstieg: “Ich hab dir doch gesagt, dass das irgendwann Ärger gibt!” Wiederholungstäter also!
Beispiel 2: Ich fuhr gemütlich in meinen Heimatort. Auf der Straße liegt sowohl ein Kinderspielplatz als auch ein Kindergarten, daher sind 25 km/h die Obergrenze! Es war schon leicht düster, drei Jungs liefen auf der Straße. Sie teilten sich, als sie meinen Wagen hörten – zwei rechts, einer links. Der Linke hatte einen Ball in der Hand und beobachtete mich. Das war für mich eine klassische Situation, wie sie in allen Fahrschulen gelehrt wird: Gleich fliegt der Ball! Ich hatte also meinen Fuß schon auf der Bremse, ich wartete quasi nur noch. Einen Schock bekam ich trotzdem – denn: nicht nur der Ball flog, nein, an dem Ball hing ein ganzes Kind! Geschätzte zwei Meter vor meiner Motorhaube! Wieder das gleiche Spiel: Aussteigen, Jungen nach dem Verstand fragen! Ich sagte ihm, er solle ruhig mal unter mein Auto gucken, so viel Platz sei da nicht! Er solle sich das mal überlegen! Dann verschwanden die drei Richtung Fußball-Training.
Liebe Eltern! Warum wurde mir als Kind noch beigebracht, ich soll vorsichtig bei Autos sein, weil die mir wehtun können und ihr erzieht eure Kinder nach dem Motto: “Mach ruhig, Junge! Die DÜRFEN dich nicht totfahren!” Glückwunsch! Selbst wenn man das nicht darf: Wenn der Junge sich inklusive Ball vors Auto schmeißt und tot IST, bringt ihm das auch nix mehr! Autos sind Waffen und können Menschenleben kosten. Autos bremsen wenigstens in den meisten Fällen! Bringt euren Kindern wieder Respekt vor dem Straßenverkehr bei!
Bei einem Zug wird ihnen hoffentlich nicht beigebracht, dass die bremsen würden, weil sie ja nicht dürfen!
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