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Die Cyberkriminalität – die gibts wirklich?


Montag, 19. Januar 2009 von Sabine

Jetzt ist doch endlich auch mal den obersten Bundesbehörden aufgefallen, dass das Internet vielleicht gefährlich sein könnte… Dass es böse, böse Dinger gibt, nennen wir sie mal unauffällig Würmer, die doch tatsächlich vielleicht und unter Umständen etwas mit organisierter Kriminalität zu tun haben könnten…

Nä? Also… Was die Politik da wieder Interessantes entdeckt hat! Da wäre doch mit Sicherheit niemand drauf gekommen, wenn das Bundesinnenministerium  nichts gesagt hätte ;-)

Also tun wir schön so, als wäre das BMI der Retter der Rechner!

Da erheben die Behörden den Zeigefinger, dass man nicht einfach ohne Virenschutz im Internet surfen sollte! Ach so? Wusste bestimmt niemand… *ich geh dann mal ne Anti-Virensoftware aufspielen*

*So, zurück! Puh, na hoffentlich passiert jetzt nix!* Das BMI ist nämlich sogar auf den Trichter gekommen, dass diese Würmer nicht einfach aus Jux und Dollerei programmiert wurden – NEIN! – Wirklich nicht? – Nein! Da stecken böse böse Cyberkriminelle dahinter! – Nä? Echt? – Ja doch, wenn das BMI das sagt! – Achso!

Wie weit hinterm Mond kann Berlin eigentlich liegen? Ich bin zwar damals noch mit der Bahn hingefahren, aber vielleicht wurden die Ministerien ja wirklich in eine abgelegene, unbekannte Gegend ohne Strom, fließend Wasser, Zeitungen, Fernsehen, Internet oder überhaupt irgendetwas verlegt… Das wäre die einzige Erklärung, warum ihnen das JETZT ERST auffällt…

Naja, und da die Katze schonmal aus dem Sack ist, wird sofort noch eine Sicherheitswarnung hinterhergedrückt. Wir sind ja bemüht um die Sicherheit der Wähler – gerade in 2009. Auslöser ist wohl der Wurm “Downadup”, oder auch “Conficker” genannt, dem auch Behörden wie das neuseeländische Gesundheitsministerium zum Opfer gefallen sind.

Aber… Was sehe ich denn da? Noch eine Offenbarung des Ministeriums? Schauen wir es uns mal an:

“Datenschutz massiv bedroht

Neben der Online-Kriminalität ist auch der Datenschutz in der Bundesrepublik längst zu einem flächendeckenden Problem geworden. Von mindestens jedem vierten Bundesbürger gibt es Schätzungen zufolge Bankverbindungen, Kontostände und andere sensible Daten auf dem Schwarzmarkt zu kaufen. Andere Datenschützer gehen sogar von noch höheren Quoten aus. Zugute kommt dieser Entwicklung, dass das Sammeln von und der Handel mit Daten per se nicht als Verbrechen gelten, sondern erst deren Missbrauch.

Wie hoch das Gefährdungspotential ist, zeigen zahlreiche Datenskandale aus dem Sommer 2008. Damals wurde bekannt, welch reger Handel mit den Daten von Privbatpersonen betrieben wird. Im November machte der SPIEGEL publik, dass 2006 mehr als 17 Millionen Datensätze von T-Mobile-Kunden gestohlen worden waren – darunter auch Informationen über Politiker, Minister und TV-Stars.

Deutschlands oberster Datenschützer, Peter Schaar, kritisierte gegenüber SPIEGEL ONLINE, dass es keine Meldepflicht für Datendiebstahl gibt, nachdem der Chaos Computer Club im Juli eine schwerwiegende Datenpanne bei TNS Infratest/Emnid aufgedeckt hatte: Mit einem Trick konnte man gut 40.000 Datensätze der Marktforschungsfirma im Internet einsehen.”

Näääääääääääääääääääääää???? Daten sammeln die jetzt auch noch? Na, da hab ich ja noch nie was von gehört… *räusper* *hüstel* *und ich wunder mich, was Abzocknews.de, Verbraucherabzocke.info, nicht-abzocken.eu, rotglut.org und die boocompany immer so schreiben…* *hust*

Also wirklich… Diese Schlitzohren! Was die Behörden da wieder gefunden haben… Mein lieber Scholli! Glückwunsch!


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Diesen Eintrag habe ich am Montag, 19. Januar 2009 um 22:48 Uhr veröffentlicht und unter der/den Kategorie(n) Bines Glückwünsche abgelegt. Schreibe mir einen Kommentar oder verfolge die bisherigen Kommentare durch den RSS-Feed. Du kannst mir auch einen Trackback von deinem Blog senden.

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Eine Antwort zu “Die Cyberkriminalität – die gibts wirklich?”

  1. adrian sagt:

    Vor allem das technische Verständnis von Frau Zypries ist ein Highlight: http://www.boocompany.com/index.cfm/content/story/id/14954/

    Und wenn es schon mal hart auf hart kommt, dann weiß ich nicht ob ich lachen oder weinen sollte: http://www.abzocknews.de/2009/01/20/datendealer-kommt-mit-bagatellstrafe-davon/

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