Es war einmal ein junges Mädchen, das wegen ihrer roten Kopfbedeckung nur “Frau Merkel” genannt wurde. Frau Merkel hatte einen weiten Weg vor sich, als sie sich auf den Weg zur “ersten und besten deutschen Kanzlerin”, ihrer Großmutter, machte.
Unverhofft kam ihr, als sie sich endlich auf den wackeligen Steg der “Großen Koalition” begab, ein Bösewicht, nennen wir ihn “Finanzkrise” in den Weg. Erst huschte er immer nur durch das Gebüsch. Eichhörnchen erzählten von ihm und dass er aus einem Land kam, in dem Menschen ihre Hauskredite nicht bezahlen konnten. Lange Zeit hatte Frau Merkel Angst vor diesem bösen Monster, und egal, wer ihr über den Weg lief, alle flüsterten darüber. Es sollte das schrecklichste Monster seit Langem im großen, dunklen Wirtschaftswald sein und viele Waldbewohner in den Ruin treiben.
In einem Augenblick, da Frau Merkel sich noch mit einem alten Reh über die Möglichkeiten der Gesundheitsversorgung des Waldes beriet, stürmte das Monster Finanzkrise aus dem Dickicht heraus und traf Frau Merkel mit voller Wucht. Fortan saß es neben Frau Merkel, egal wo sie ging oder stand.
Die Kleine mit der roten Kopfbedeckung überlegte, wie sie dieses Monster wieder loswerden konnte. Immer mehr Waldbewohner machten ihr Druck, einige fragten sogar, ob sie nicht ein paar Leckerbissen aus ihrem Körbchen abgeben könnte, was andere natürlich aufregte, weil sie wussten, dass die Fragenden ihre eigenen Vorräte in ein anderes Land abgegeben hatten.
Alle redeten auf Frau Merkel ein. Die großen Bären, die ihre Höhlen voller Futter hatten aber den anderen Waldbewohnern nichts abgaben. Die kleinen Spatzen, die immer einigermaßen über die Runden kamen, bis die Finanzkrise drohte, ihnen das Futter wegzunehmen. Sogar die Schweine, die ihren sicheren Lebensraum außerhalb des Waldes hatten und sich auf ihre Diäten freuten, neckten Frau Merkel damit, dass sie keinen Rat wisse und unentschlossen sei.
Die Tauben, die überall flatterten, gackerten und hinmachten, fielen über Frau Merkel her und schimpften sie als verloren auf ihrem Weg zur “ersten und besten deutschen Kanzlerin” und erzählten es überall herum. Sie erzählten es den Waldbewohnern oder schrieben es an die Bäume, sodass bald alle glaubten, Frau Merkel sei verloren.
Andere Wanderer auf diesem schmalen Pfad warfen mit viel Futter um sich, dass sie sich zuvor bei den Bären geliehen hatten. Natürlich sollten sie dieses Futter zurückgeben mit vielen Extra-Leckerbissen oben drauf, doch darüber machten sich die Wanderer keine Gedanken. Hauptsache, die Waldbewohner hatten Futter und fanden die Wanderer netter als Frau Merkel.
Doch dann hatte Frau Merkel eine Idee. Sie sprach mit den großen Bären und sagte: “Gebt von eurem Futter, ich werde für euch bürgen. Ich werde allen Waldbewohnern ein paar Futterrationen stehlen, ich nenne das Steuern, und werde euch das Futter geben, dass ihr den Waldbewohnern geben könnt. 480 Milliarden Tonnen Futter müssten genügen. Das Futter, das ihr nicht habt, werde ich woanders beschaffen oder Schulden machen.” Die Bären freuten sich.
Doch Frau Merkel hatte zuviel Optimismus. Die Bären hatten nun zwar die Höhlen voll mit Futter, doch gaben sie nur wenig ab. Da alle Waldbewohner wenig Futter hatten, glaubten sie nicht, dass sie das Futter zurückbekommen würden und bunkerten es in ihren Höhlen. Viele, besonders kleine Waldbewohner, liegen nun schon im Sterben. Die großen Bären sanieren erstmal ihren eigenen Futterhaushalt.
So, oder ähnlich, könnte sich das Märchen abgespielt haben, das zu dieser Schlagzeile geführt hat:
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