Wenn es um Datenhandel geht, schreien alle sofort auf!
Dass die meisten es selbst schuld sind, wenn ihre Daten in Umlauf kommen, zeigen einige Beispiele.
Wer leichtsinnig Raserei per Videocam aufnimmt und ins Netz stellt, ist vor Strafe nicht sicher. Allein die Dummheit sollte nochmals bestraft werden. So geschehen in der Schweiz, wo ein Internetvideo den Einsteller 800 Euro gekostet hat.
Kosten- und Abofallen haben nur eine Chance, weil User fröhlich im Internet alles, was mit einem * gekennzeichnet ist, eintippen – ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein.
Noch mehr wird preisgegeben in sogenannten Social Communities (SC). Ob nun StudiVZ / MeinVZ, wer-kennt-wen oder die Messenger wie ICQ, Skype oder MSN… Dort werden freiwillig Daten eingestellt, aus denen man ein komplettes Profil des Users erstellen kann. Vorlieben, Hobbys, Adresse, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Fotos, Lieblingsclubs, Lieblingsessen, Freunde, Bekannte… quasi alles wird dort zur Schau gestellt.
Dass sich mittlerweile die Personaldisponenten etlicher Firmen auch das Profil eines Bewerbers in solchen SC anschauen, scheint gemeinhin nicht zu interessieren. Gruppen mit Namen wie “Meine verlinkten Bilder sehen aus, als hätte ich ein Alkoholproblem” sind nicht selten. Ebenso minutiös nachvollziehbare Pinnwand-/Gästebuch-Einträge, in denen es einzig und allein um das nächste Komasaufen geht. Wahlweise auch darum, wie “geil das letzte Mal” beim Komasaufen war… Beliebt ist es auch, sich den Freundes- und Bekanntenkreis mal anzusehen. Gerade bei wkw gibt es ja fast einen Wettstreit darum, wer mehr Leute kennt… Wobei hier auch gern das “gemeinsame Kennen einer Person” als Kennen abgestempelt wird… “Du kennst die Sandra?” – “Ja, du auch?” – “Klar! Also kennen wir uns!” Fertig.
Eins fällt mir besonders auf: Kreativität ist nicht angesagt. Die meisten Profile sehen sehr einheitlich aus, da es immer wieder dieselben “Lebens-Mottos” gibt, dieselben Zitate, die gleichen dummen Sachen, wie hunderte Andere sie auch da stehen haben…
Einen interessanten Blick auf die Ausbreitung der Social Communities wirft Basic Thinking, das verkaufte Blog von Robert Basic. Die Vorgehensweise von Personalagenturen zeigt blogbar.de auf.
« Michelle Obama – mindestens so wichtig, wie ihr Mann! – Auf einen mehr oder weniger kommts nun auch nicht an… »
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