“Liebe Leute, wenn ihr schon Sünden vergeben lassen wollt, macht doch den traditionellen Weg in die Kirche. Das sind die hohen, meist hübschen Türme in der Stadt oder im Dorf, wo manchmal die lästigen Glocken (vornehmlich zur vollen Stunde) läuten! Oder sprecht mal ein Gebet… Soll ja manchmal helfen! Aber bitte, nicht so!”
Mit diesen Worten habe ich mich am 28. November 2008 über Nutzer des Blogs Beichthaus.com ausgelassen.
Nun habe ich eine Aktion des Konzeptkünstlers Johan van Dong gefunden, die mir schon eher das “Beichten in aktuellen Zeiten” näher bringt.
Van Dong hat eine Handynummer mit Mailbox geschaltet, die als “Godsphone” bezeichnet wird. Gott hat zwar eine Bandansage, allerdings ist der vielbeschäftigte “Irgendwas” nie zu erreichen. Aufgrund des Beichtgeheimnisses werden die Mailboxnachrichten ungehört vom Künstler gelöscht! Zitat des Spiegels: ”Damit eine profane Mailbox zum kontemplativen Ort werden kann, muss sie allerdings bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Zum Beispiel Diskretion. “Ich bin kein Pastor. Ich bin Künstler und werde mir die Nachrichten nicht anhören. Sie sollen ein Geheimnis zwischen Gott und den Anrufenden bleiben”, so van der Dong. Die Nachrichten sollen prinzipiell von niemand gehört werden und auch nicht als Elemente zukünftiger Projekte genutzt werden.”
Ein ähnliches Projekt war das Postfach Gottes. Die Briefe, die dort ankamen, wurden ungeöffnet verbrannt und über dem Meer verstreut.
Na, das kommt dem Ganzen doch schon näher!
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