Genau genommen: Je dümmer Schüler in Bezug auf Umweltfragen sind, desto besser malen Sie sich die Zukunft aus. Ein weiteres Sprichwort hat Pisa auch wieder bestätigt: Jungs sind in Naturwissenschaften besser als Mädchen.
Diese beiden Hauptaussagen lassen sich aus der neuen Pisa-Studie “Green at Fifteen” herauslesen. Im Ranking der OECD-Umweltwissenschaften stehen deutsche Schüler auf Platz 7, bei den Geowissenschaften auf Platz 6 von insgesamt 30 Ländern.
Eigentlich kein schlechter Schnitt, gäbe es da nicht das Problem, dass in Deutschland 14 Prozent der 15-jährigen nicht einmal einfachste, wissenschaftliche Aufgaben lösen können. 19 Prozent schaffen zwar die einfachsten Aufgaben, scheitern dann aber an den nächsten Schwierigkeitsstufen. Andererseits meistern 23 Prozent selbst die schwierigsten, wissenschaftlichen Aufgaben. Da klafft also eine ganz schöne Lücke, wenn man bedenkt, dass es 4 Schwierigkeitstufen gibt.
Außerdem zeigt die Studie, wie eng Realismus und Pessimismus verknüpft sind. Nur 15-20 Prozent der befragten Teenager glauben, dass sich Umweltprobleme wie Energieknappheit, Artensterben und Abholzung in den nächsten 20 Jahren lösen lassen. Diese Einschätzung unserer Jugend ist im Vergleich zu anderen Ländern stark pessimistisch (oder realistisch, wir werden sehen), allerdings nicht so abhängig vom Umweltverständnis wie in anderen Ländern. Unsere Jugend weiß also, was wir ihr da an “Lebensraum” hinterlassen…
Glückwunsch!
Eine Einschätzung hierzu gibt bildungsklick.de ab, die englische Version der PISA-Studie kann man sich dort auch als pdf-Dokument ansehen. Die deutsche Auswertung kann man als Journalist bei bildungsklick.de erfragen.
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