Heute wurde meine Seite “Über mich” aufgerufen, auseinandergenommen und zerpflückt. Und ich bin nicht mal sauer
Immerhin gab es hierzu einen Grund. Eine Blog-Freundschaft. Eine Brieffreundschaft 2.0
Christian hat sich bei mir umgeschaut. Er hatte bei Bloggerstadt einen Aufruf gestartet, ob nicht jemand Lust hätte, eine Blogfreundschaft aufzubauen. Ich gebs zu. Beim ersten Lesen habe ich ohne drüber nachzudenken weggeklickt. Beim zweiten Lesen fand ich die Idee doof, beim dritten Mal habe ich mich gefragt, warum alle so viel fragen. Und bevor ich mich selbst zu einer Frage durchringen konnte, hatte ich innerlich schon zugesagt. Äußerlich dann auch. Und so ist es nun.
Christians Impressum war heute Abend nicht erreichbar. Kein Grund, sich nicht trotzdem umzuschauen. Schweizer isser. Aha. Obwohl ich diesem Land eher die Neutralität als Charaktereigenschaft zugesprochen habe, scheint dieser Landesbewohner eine sehr starke Ausprägung zu eigenen Meinungen zu haben. Und die spricht er auch aus. Ist mir ja grundsätzlich symphatisch. Besonders angenehm ist die fundierte Grundlage, auf die Christian aufbaut. Allein den Blognamen “Meinungsfreiheit” untermauert er mit dem Duden, der UNO-Resolution, der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, dem Deutschen Grundgesetz und und und. Das mag ich!
Besonders in heutigen Zeiten scheint Christian mehr als genug zu tun zu haben, denn der Meinungsfreiheit werden immer neue Steine in den Weg geworfen. Zum Glück ist die weltweite ”soziale Community” der Blogosphäre ein Netzwerk, dass Meinungen hat, Meinungen bildet, Meinungen sagt und niemanden ausschließt! Immerhin braucht man für unsere Community keine Anmeldung und keine Nutzerdaten!
Ob ein Meinungs-Freiheitskämpfer noch Freizeit hat? Oder hat er eher das Problem wie eine Glückwünscherin, dass ihm auch in der “Nicht-arbeiten…Ums-Verrecken-nicht-ans-Blog-denken”-Zeit viel zuviele Dinge auffallen, die ihm missfallen? Wenn er das Blog mal ausblenden kann, was mag ein solcher Schweizer wohl so tun?
“Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst. So soll es einst François Marie Arouet gesagt haben. Der Mann ist besser bekannt unter seinem Pseudonym Voltaire.” Christian gibt zu, dass er sein Leben wohl nicht für die Meinungsfreiheit geben würde, aber er investiert definitiv viel Zeit um dieses zarte Pflänzchen zu hegen und pflegen.
Mal sehen, wie lange wir unser Blogfreundschafts-Pflänzchen hegen und pflegen. Vielleicht treibt es ja bald Blüten…
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