Ich habe zum Thema “Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast” endlich mal die Fragen gefunden, die die Infrastest dimap in der Umfrage gestellt hat.
Bei den Fragestellungen ist es kein Wunder, dass 92 Prozent der Befragten für die Internetsperre waren. Sie konnten die Fragen quasi nicht anders beantworten, als es die eng mit der Union verknüpfte Zensursula-Liebhaber-Organisation Deutsche Kinderhilfe haben wollte.
1. Frage: “Die Bundesregierung plant ein Gesetz zur Sperrung von kinderpornografischen Seiten im Internet. Kritiker befürchten eine Zensur und bezweifeln die Wirksamkeit solcher Sperren. Befürworter betonen dagegen, dass solche Sperren eine sinnvolle und wirksame Maßnahme im Kampf gegen die Verbreitung solcher Bilder sind. Wie sehen Sie das: Sind Sie für ein Gesetz zur Sperrung kinderpornografischer Seiten im Internet oder dagegen?”
Dass die Internetsperren leicht zu umgehen sind und die KiPo trotz Sperren in ihren eigenen, riesigen Zirkeln weiter ihrer Wege geht, wird hier gar nicht angesprochen. Ebenso wird verschwiegen, dass es keinerlei Kontrolle gibt, welche Seiten auf dem Index landen.
2. “Was für ein Internet bevorzugen Sie persönlich? Eines, das völlig frei ist von staatlicher Kontrolle – und damit zum Beispiel auch kinderpornografische Darstellungen enthält – oder eines, in dem vom Staat bestimmte strafbare Inhalte auch kontrolliert und gesperrt werden können?”
Immerhin 84 Prozent stimmten hier für die zweite Möglichkeit. Dass das Internet nie ein straffreier, unkontrollierter Raum war, wird nicht angesprochen. Beim “Internet, völlig frei von staatlicher Kontrolle” einzig die KiPo als Beispiel zu hinterlegen und die Möglichkeit der Opfer, sich anonym austauschen und so selbst therapieren zu können, fällt unter den Tisch. Auch die bisherige Möglichkeit über einen freien Meinungsaustausch, Informationslieferung und konstruktiver Kritik wird gänzlich ausgelassen. Wenn das unkontrollierte Internet nur an KiPo festgemacht wird, kann der Befragte also kaum anders antworten.
Die MissbrauchsOpferGegenInterSperren (kurz MOGIS) haben selbst eine Umfrage gestartet. Hier sind allerdings definitv mehr Informationen in der jeweiligen Fragestellung gegeben. Die Ergebnisse zeigen: Wenn man die Option lässt, KiPo-Seiten zu löschen statt zu sperren, stimmen 92% der Befragten für die Löschung! Ätsch!
Hier mal die Fragestellungen:
Die Bundesregierung plant ein Gesetz zur Sperrung von Internetseiten
mit kinderpornographischen Inhalten. In der Öffentlichkeit gibt es
hierzu verschiedene Meinungen. Welcher der folgenden Meinungen stimmen
Sie zu? (Randomvorlage)
A) Der Zugang zu Internetseiten mit Kinderpornographie sollte durch
eine Sperre erschwert werden, das reicht aus, auch wenn die Seiten
selbst dann noch vorhanden und für jederman erreichbar sind.
B) Internetseiten mit Kinderpornographie sollten konsequent gelöscht und
die Betreiber strafrechtlich verfolgt werden.
C) Internetseiten mit Kinderpornographie sollten im Internet frei
zugänglich sein, es muss jeder selbst wissen, was er sich anschaut.
Na? Merkt man schon, wie manipluiert die Fragen der Infratest sind? Die Ergebnisse der MOGIS-Umfrage gibts hier.
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