…das Bankentier! Nachdem ich bereits am 5. Februar eine Studie des Spiegels aufgegriffen habe, nach der die Banken, trotz Milliarden, die von der Regierung in sie hineingepumpt wurden und der Senkung des EZB-Leitzinses auf damals 2 Prozent, weiterhin ihre Zinsen oben lassen, habe ich mich mal wieder dafür interessiert.
Frontal21 hat dieses Geschehen weiter verfolgt. Es hat sich nichts getan. Oh Wunder.
Die Banken kaufen ihr Geld für 1 % Zinsen bei der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt. Heißt: Für 100 Euro, die die Banken aufnehmen, zahlen sie nur 1 Euro Zinsen. Die EZB hat den Leitzins abgesenkt, damit die Banken ihre Zinsen runterschrauben können und so mehr Geld in den Wirtschaftskreislauf kommen kann. Aber die Banken wollen sich erst selbst sanieren und ihre Haushaltslöcher stopfen. Also bleiben ihre Zinsen auf hohem Level.
Die Banken verweisen ihre Kunden zunächst auf ihren Dispokredit. Klar, da dürfen sie 12 % Zinsen einheimsen! Wenns da drüber geht, werden bis zu 20 % Zinsen fällig (ich erinnere: die Banken kaufen ihr Geld für 1 %!).
Kredite für Unternehmer werden unter 1 Million Euro so gut wie gar nicht genehmigt. Und wenn, zu unmenschlichen Konditionen. Die Banken lassen sich entschuldigen, “man müsse auch das wirtschaftliche Umfeld beachten”. Zu deutsch: Wir sanieren uns erst selbst! Dann kommen die anderen!
Wie enorm die Banken den Leitzins ausnutzen, lässt sich in unten stehender Grafik des Frontal21-Beitrags sehen. Dort, wo Banken Zinsen bekommen (Ratenkredit, Dispo), sind die Zinsen gleichgeblieben - dort, wo die Banken Zinsen zahlen sollen (Festgeld), wurden die Zinsen parallel zum EZB-Leitzins ausgerichtet.
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16. Mai 2009 um 13:34
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