Eine süße, aber gleichzeitig traurige Geschichte.
In England warten zwei Hunde im Tierheim auf einen lieben Besitzer. Die zwei werden nur zusammen vermittelt. Nicht etwa, weil es Geschwister sind oder ein Pärchen, nein - die eine ist der Blindenhund des anderen.
Die zwei wurden herrenlos aufgegriffen, keiner der Tierheimmitarbeiter wusste, weshalb die Hündin immer auf ihren Gefährten wartet, oder weshalb der Hund allein nicht gehen wollte. Bis einer Mitarbeiterin auffiel, dass der Hund blind ist. Passend wurden die zwei Bonnie und Clyde getauft.
Wenn Clyde unsicher ist, legt er die Schnauze auf Bonnies Rücken, damit sie ihn führen kann. Ohne sie verweigert er jeden Schritt, andersrum wartet und sucht Bonnie immer nach Clyde, um ihm Schutz und Geleit zu bieten. Sie sind daher unzertrennlich.
Ähnliches kenne ich aus meiner Kindheit. Zwei Dalmatiner einer Bekannten aus dem Nachbardorf waren ebenso aufeinander fixiert. Der eine lernte sehr langsam und nur, wenn er dem anderen zuschauen konnte. Grund: Der eine war taub. Er schaute ständig nach, was sein Gefährte tat, etwa, um herauszufinden, ob sein Frauchen gerufen oder einen Befehl gegeben hat. Zuerst setzte sich der gesunde Hund, dann der taube.
Bei Tieren sind solche Abhängigkeiten normal. Wenn ein behindertes Tier ein gesundes trifft, das ihn unterstützt, sind die zwei meist schwer zu trennen. Und für Außenstehende ist es dann kaum erkennbar, dass ein behindertes Tier dabei ist. Allerdings behalten beide ihre Selbständigkeit und tun dies im beidseitigen Einvernehmen. Kein Tier lässt sich zwingen, auf ein anderes aufzupassen. Was wir von Hunden noch alles lernen können…
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