Heute, etwa einen Monat nach der Klagevorbereitung, wurde der Prozess gegen die Firmen “MintNet” (Flensburg) und “Mobile Solutions” (Kiel) begonnen. Hier geht es um SMS-Flirts, die die Nutzer 1,99 € pro SMS gekostet haben. Es wurde ein riesiges Firmengeflecht von 350 Firmen im In- und Ausland aufgebaut, um den Betrug zu verschleiern.
Zitat des Schleswig-Holsteiner Zeitungsverlags: “Jetzt haben die Anwälte der Beschuldigten ihre Strategie zur Verteidigung ausgearbeitet. Tenor: Der Betrug war gar keiner. Die Handy-Nutzer, die 1,99 Euro pro Flirt-SMS zahlten, wussten, was sie taten.
Der Kieler Rechtsanwalt Dr. Michael Gubitz (44), der “MintNet”-Gesellschafter Heiko A. vertritt: “Die Staatsanwaltschaft blendet aus, dass viele Personen mit den geführten Flirts sehr zufrieden waren und nicht mehr erwartet haben. Bei jeder anderen SMS muss einzeln geprüft werden, was der Kunde sich vorgestellt hat.”
Ähm… Ich persönlich wurde ja im November 2008 mit dieser hübschen Einladung auf den SMS-Dienst aufmerksam gemacht:
Ob ich da jetzt behaupten würde, dass ich weiß, dass sich hinter meinem Gesprächspartner ein professioneller Animateur verbirgt, der sich als was auch immer ausgibt und mir bloß das Geld aus der Tasche ziehen will, möchte ich einfach mal so im Raum stehen lassen. Und ob ein Kunde zufrieden damit ist, offiziell verarscht zu werden, möchte ich auch nicht kommentieren.
Mal abwarten, was dieser Prozess so bringt. Laut Staatsanwaltschaft gab es Geschädigte, die zwischen 199 Euro (10 SMS) und 25.115,79 Euro (12.621 SMS, da war aber einer verliebt…) bezahlen mussten/sollten.
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