Jetzt erst recht! scheint das Motto der Mutlangener Jugend zu sein. Mutlangen liegt ein paar Kilometer neben Schwäbisch Gmünd und hat seit 2005 eine Stadtumgehung, die mit Lärmschutzwällen ausgebaut ist.
In der Mainacht 2007 stellten Jugendliche aus dem ansässigen Musikverein ein Kreuz auf dem Wall auf. Zwei einhalb Meter hoch und als Neckerei für den “Mt. Schwooz” und die “Maulesel” gedacht. Wie gesagt, bisher alles ein Scherz, der aber schön in die Gegend passt.
Im August wurde dieses Kreuz nun von unbekannten, wahrscheinlich jugendlichen Tätern angezündet. Mutlangen leidet seit Monaten unter der Zerstörungswut und dem Vandalismus jugendlicher Gruppen.
Nun dachte sich die Jugend des Musikvereins: “Jetzt erst recht!” und stellte erneut ein Kreuz auf. Dieses Mal gab es sogar eine offizielle Einweihungsfeier, mitsamt segnendem Pfarrer und Bürgermeister.
Zitat aus der Remszeitung: “Ein starkes Zeichen gegen Gewalt“, sagte der Bürgermeister (Peter Seyfried). Von der wisse man, dass sie sich unter einem kleinen Teil der Jugendlichen ausbreite und bis hin zum Totschlag reichen könne. „Der große Teil der Jugend ist prächtig, ein kleiner Teil neigt zu Gewalttätigkeit, das spüren wir auch in unserer Gemeinde. Da bin ich stolz, wenn Jugendliche sagen, das ist nicht unser Weg. Und doppelt stark: die Idee kam von den Jugendlichen selbst. Ich hoffe, das Zeichen wird erkannt“, so Peter Seyfried.”
Glückwunsch! Endlich wieder ein kleines Zeichen für den richtigen Weg.
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