The Body Shop ist ein Kosmetikhersteller, der bereits seit 24 Jahren aktiv auf Tabuthemen aufmerksam macht. 1985 wurde die Kampagne “Save the Whale” in Zusammenarbeit mit Green Peace aufgefahren. Lebhafte Erinnerungen wird der ein oder andere wohl an die Kampagnen “Stop Violence in the Home” in 2003 oder die Kampagne, um Jugendliche bezüglich HIV und AIDS aufzuklären, die eine Kooperation mit MTV im Jahre 2007 war.
Seit dem 31. August diesen Jahres unterstützt der The Body Shop wieder eine Kampagne mit sehr provokativem Inhalt. In Zusammenarbeit mit dem weltweiten Kinderrechtsbündnis ECPAT (Child Prostitution Child Pornography and Trafficking of children for sexual purposes) will The Body Shop auf die sexuelle Ausbeutung von Kindern hinweisen.
„Stop Sex Trafficking of Children and Young People” („Stoppt die sexuelle Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen“)

Wie soll das funktionieren?
The Body Shop unterstützt ECPAT nicht nur durch Aufmerksamkeit, die besonders durch die Kampagnenseite und die Facebook-Seite gewonnen wird – The Body Shop versucht, möglichst viele Spendeneinnahmen zu sammeln, um die Bevölkerung zu sensibilisieren.
Alma Winkler von The Body Shop erklärt: “Den Erlös wird ECPAT in Deutschland für Sensibilisierungs- und Schulungsmaßnahmen verwenden, die darauf abzielen, sexuelle ausgebeutete und gehandelte Kinder und Jugendliche künftig besser betreuen und schützen zu können. Jugendliche werden in diese Präventionsprogramme eingebunden. Außerdem wird es eine Reihe von öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen sowie Lobbyingmaßnahmen in Bezug auf Entscheidungsträger für einen besseren Schutz der Opfer geben.”
Wie kann man diese Kampagne unterstützen?
Zunächst ist es wichtig, die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen, dass jedes Jahr Millionen Kinder dem Sexhandel und der sexuellen Ausbeutung zum Opfer fallen. Offiziell wird von etwa 1,8 Millionen Kinder gesprochen, die weltweit sexuell ausgebeutet werden. Diese Fälle passieren, entgegen dem arroganten Blick der Europäer, nicht nur in der dritten Welt, sondern leider auch genau vor unserer Haustür. Das sollte auch eine gewisse Politikerin der CDU langsam verstehen.
“Die Europäische Grundrechtsagentur, FRA, mit Sitz in Wien hat vor etwa einem Monat erstmals eine systematische Erhebung zu Kinderhandel in allen 27 EU-Staaten durchgeführt. Schätzungen zufolge sind mehrere 100.000 Kinder pro Jahr allein innerhalb der EU vom Kinderhandel betroffen“, so Astrid Winkler, Leiterin von ECPAT Österreich.
Um die Kampagne zu unterstützen, kann man sich mit seinem Facebook-Account die Facebookseite ansehen und sich darüber informieren, wie man als Unterstützer aktiv werden kann.
Eine weitere Möglichkeit, die Öffentlichkeit aufmerksam zu machen, ist, den Werbebanner auf seiner Homepage einzubinden. Dafür einfach hier klicken:
Die aktivste Form, die Kampagne zu unterstützen, ist der Kauf der Soft Hands Kind Heart Handcream (die deutsche Seite von The Body Shop wird derzeit überarbeitet, daher verlinke ich ausnahmsweise auf die Schweizer Seite). Die Creme kostet etwa 10 Euro, der Reinerlös von 6,32 Euro fließt dann in den Kampagnentopf von ECPAT. Mit diesem Geld und weiteren Spenden können The Body Shop und ECPAT ihre Sensibilisierungsmaßnahmen finanzieren.
In schweren Zeiten ist es wichtig, gerade an die Ärmsten und Schwächsten zu denken. Und wer ist in unserer Gesellschaft schwächer als Kinder?
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30. September 2009 um 13:06
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